Du hast keinen festen Wohnsitz, aber brauchst ein Konto in Deutschland? Ob du obdachlos bist, bei Freunden unterkommst, als digitaler Nomade unterwegs bist oder einfach keine Meldeadresse angeben kannst – ein Bankkonto ist trotzdem möglich. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du 2025 auch ohne Wohnsitz ein Konto eröffnest, welche Banken dich akzeptieren und was du dabei beachten musst.
🔍 Warum ist ein Konto ohne Wohnsitz wichtig?
Ein Girokonto ist in Deutschland heute fast unverzichtbar – für:
- Gehalts- oder Sozialzahlungen
- Miete, Handy, Strom
- Online-Einkäufe oder Buchungen
- Behördliche Angelegenheiten
Gerade Menschen ohne festen Wohnsitz geraten aber schnell in einen Teufelskreis:
Ohne Adresse kein Konto – ohne Konto keine Unterstützung, kein Job, keine Wohnung.
⚖️ Dein Recht auf ein Konto – auch ohne Adresse
Seit 2016 gilt in Deutschland das Zahlungskontengesetz (§ 31 ZKG). Es garantiert jeder Person mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU das Recht auf ein Basiskonto – auch:
- ohne festen Wohnsitz
- ohne deutschen Pass
- ohne Schufa
- bei Aufenthalt in einer Notunterkunft oder ohne Anmeldung
👉 Das bedeutet: Du darfst nicht abgewiesen werden, nur weil du keine Meldebescheinigung hast.
✅ Diese Banken funktionieren auch ohne Wohnsitz
Viele klassische Banken stellen sich bei der Kontoeröffnung ohne Adresse quer. Doch es gibt mittlerweile mehrere Anbieter, bei denen du auch ohne Meldeadresse ein Konto bekommst.
🔹 bunq (NL)
- Onlinekonto mit deutscher IBAN
- Kontoeröffnung in 5 Minuten per App
- Kein Wohnsitz in Deutschland erforderlich
- Keine Schufa-Prüfung
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🔹 Revolut
- Digitale Kontoeröffnung mit Reisepass oder Ausweis
- Keine Adresse in Deutschland nötig
- Ideal für mobile oder EU-weite Nutzung
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🔹 Wise
- Multikonto mit deutscher IBAN
- Anmeldung mit gültigem Ausweisdokument
- Wohnsitz im Ausland oder keine feste Adresse möglich
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🔹 N26
- Kontoeröffnung online mit VideoIdent
- Wohnsitz in EU/EWR genügt
- Meldeadresse manchmal erforderlich – je nach Prüfungsverfahren
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🚫 Diese Banken machen oft Probleme
Folgende Banken verlangen in der Regel eine deutsche Meldebescheinigung:
- Sparkasse
- Volks- und Raiffeisenbanken
- Deutsche Bank
- Commerzbank
- Postbank
Selbst wenn du einen Pass hast, wirst du ohne Meldeadresse dort meist abgelehnt – außer du beantragst ein Basiskonto explizit gemäß § 31 ZKG (siehe unten).
📝 Konto eröffnen ohne Adresse – So geht’s Schritt für Schritt
1. Anbieter auswählen
Nutze einen Onlineanbieter, der keine Meldeadresse verlangt. Ideal sind bunq, Revolut oder Wise.
2. App herunterladen oder Website besuchen
Die Anmeldung funktioniert meist digital per App oder Browser – keine Filiale nötig.
3. Ausweisdokument bereitstellen
Ein gültiger Reisepass, Ausweis oder Aufenthaltstitel ist Pflicht. In einigen Fällen wird ein Selfie oder Videoidentifikation benötigt.
4. Adresse angeben (wenn nötig)
Falls eine Adresse erforderlich ist, kannst du oft eine Notunterkunft, Betreuungseinrichtung oder Postadresse angeben – z. B.:
- Adresse des Jobcenters
- Adresse eines Sozialdienstes
- Adresse eines Freundes (mit Erlaubnis)
5. Konto wird freigeschaltet
Nach der Prüfung erhältst du:
- IBAN
- Zugang zum Onlinebanking
- (optional) Debitkarte per Post
🧾 Konto ohne Adresse bei Filialbanken – das Basiskonto
Du kannst bei jeder größeren Filialbank ein Basiskonto nach § 31 ZKG beantragen – auch ohne festen Wohnsitz. Die Bank muss dich akzeptieren, wenn:
- du dich rechtmäßig in Deutschland aufhältst
- du kein anderes Konto hast
- du ein gültiges Ausweisdokument hast
Wichtig:
Erwähne ausdrücklich, dass du ein Basiskonto nach § 31 ZKG beantragst – sonst wirst du möglicherweise zu Unrecht abgewiesen.
📦 Tipp: Adresse von Beratungsstellen nutzen
Viele Obdachlosenhilfen, Sozialdienste und Jobcenter bieten dir an, ihre Adresse für Post oder Kontoanmeldung zu verwenden – etwa:
- Caritas, Diakonie, AWO
- Bahnhofsmission
- Verein für Wohnungslose e. V.
- Frauenhäuser oder Jugendhilfeeinrichtungen
Frag dort nach einem Postempfang zur Kontoeröffnung – das wird oft akzeptiert.
🤔 Häufige Fragen (FAQ)
Kann ich ein Konto eröffnen, obwohl ich auf der Straße lebe?
Ja, über Anbieter wie bunq oder Revolut – oder mit Unterstützung durch einen Sozialdienst bei der Adressangabe.
Was ist, wenn ich keinen deutschen Pass habe?
Auch mit einem Reisepass oder Aufenthaltstitel kannst du ein Konto eröffnen.
Was ist, wenn mir das Konto abgelehnt wird?
Dann kannst du dich schriftlich auf § 31 ZKG berufen oder eine Beschwerde bei der BaFin einreichen.
Bekomme ich eine Bankkarte?
Ja – bei den genannten Anbietern bekommst du eine physische oder digitale Debitkarte für Einkäufe und Bargeldabhebungen.
🧠 Fazit: Auch ohne Wohnsitz bekommst du ein Konto – wenn du weißt wie
Ein Konto ohne Wohnsitz zu eröffnen ist 2025 absolut möglich – du brauchst nur den richtigen Anbieter oder den Mut, dein Recht einzufordern.
Mit digitalen Anbietern wie bunq, Revolut oder Wise ist die Kontoeröffnung schnell und unkompliziert. Wenn du lieber zu einer klassischen Bank gehst, bestehe auf dein Recht auf ein Basiskonto – auch ohne Meldeadresse.
Auf konto-ohne-wohnsitz.de zeigen wir dir alle Wege, Musterbriefe und Lösungen – damit du deine Finanzen wieder in den Griff bekommst.
