Konto ohne festen Wohnsitz für Selbstständige und Freelancer – So geht’s 2025

Du bist selbstständig, Freelancer oder digitaler Nomade – aber hast keinen festen Wohnsitz in Deutschland? Dann kennst du vielleicht das Problem: Viele Banken verweigern die Kontoeröffnung, wenn keine Meldeadresse vorhanden ist. Doch zum Glück gibt es 2025 rechtlich abgesicherte Lösungen und moderne Banken, die auch Selbstständigen ohne Wohnsitz ein Konto ermöglichen. In diesem Artikel erfährst du, wie du trotz Wohnsitzlosigkeit ein voll funktionsfähiges Geschäftskonto oder Privatkonto bekommst – rechtssicher, digital und schnell.

1. Konto ohne Wohnsitz – das sagt das Gesetz

Das Zahlungskontengesetz (ZKG) verpflichtet Banken in Deutschland seit 2016 dazu, jedem Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt ein sogenanntes Basiskonto zu ermöglichen – auch ohne Wohnsitz. Zwar gilt das in erster Linie für Privatpersonen, aber auch Selbstständige mit Wohnsitzproblemen können sich darauf berufen, wenn sie keine reinen Geschäftskonten benötigen.

Wichtig: Für viele Freelancer reicht ein privates Girokonto mit Onlinebanking, wenn keine firmeneigene Kapitalgesellschaft dahintersteht (z. B. bei Einzelunternehmern oder Freiberuflern).

2. Wer ist betroffen?

Besonders oft betroffen sind:

  • digitale Nomaden ohne feste Meldeadresse
  • Freelancer mit Wohnsitz im Ausland
  • Reisende Selbstständige (z. B. im Van, auf Weltreise)
  • Menschen mit Briefkastenadresse oder Co-Working-Zustellung

Viele Banken bestehen auf einer deutschen Meldeadresse. Das ist aber laut Gesetz nicht zwingend erforderlich, solange eine zustellfähige Adresse (C/O, Postservice, digitale Adresse) nachgewiesen werden kann.

3. Diese Banken akzeptieren auch Selbstständige ohne Wohnsitz

Traditionelle Filialbanken sind bei diesem Thema oft wenig flexibel. Besser sieht es bei modernen FinTechs und Onlinebanken aus. Hier eine Übersicht geeigneter Anbieter 2025:

  • Qonto: Geschäftskonto für Selbstständige, auch mit Wohnsitz im EU-Ausland möglich
  • N26: Girokonto mit Freelance-Option, IBAN, Karte, Buchhaltungstools
  • bunq: Business-Konto mit mehreren Unterkonten – ideal für Reisende
  • Revolut Business: Geschäftskonto mit EU-Lizenz – keine deutsche Adresse erforderlich
  • Holvi: Business-Banking für Freiberufler (oft in Deutschland und Österreich aktiv)

Tipp: Achte bei der Kontoeröffnung auf die erforderlichen Identitätsnachweise. Oft reicht ein EU-Ausweis oder Reisepass in Kombination mit einer E-Mail und Zustelladresse.

4. Welche Unterlagen brauchst du?

Auch ohne Wohnsitz solltest du folgende Dinge bereithalten, um ein Konto zu eröffnen:

  • Gültiger Ausweis oder Reisepass (EU oder international)
  • Nachweis deiner Selbstständigkeit (z. B. Steuernummer, Gewerbeanmeldung, Umsatznachweis)
  • Zustelladresse (z. B. C/O-Adresse, Briefkastenservice, Geschäftsadresse)

Bei Geschäftskonten kann je nach Anbieter auch ein Nachweis über deine Tätigkeit (z. B. Portfolio oder Website) gefragt sein.

5. Kontoeröffnung – Schritt für Schritt

So läuft die Kontoeröffnung bei modernen Banken in der Regel ab:

  • Website der Bank oder App aufrufen
  • Kontomodell auswählen (Freelance / Solo / Business)
  • Persönliche Daten + Steuernummer angeben
  • Identitätsprüfung via Video-Ident oder Foto-Upload
  • Konto wird direkt online freigeschaltet

Innerhalb weniger Minuten erhältst du deine IBAN. Die Karte kommt meist per Post – an deine Zustelladresse.

6. Häufige Fragen von Selbstständigen ohne Wohnsitz

Kann ich ein Konto in Deutschland führen, obwohl ich im Ausland lebe? → Ja, solange du deine Identität nachweist und eine erreichbare Adresse angibst.

Kann ich das Konto auch geschäftlich nutzen? → Ja, viele Anbieter bieten spezielle Business-Modelle für Freelancer an (z. B. N26 Business, Qonto Solo).

Was kostet so ein Konto? → Die meisten Business-Konten kosten zwischen 0 und 15 Euro pro Monat. Oft inklusive Buchhaltungstools und Steuerexporte.

7. Fazit: Auch ohne Wohnsitz kannst du selbstständig ein Konto führen

Wer selbstständig ist und keinen festen Wohnsitz hat, wird bei klassischen Banken oft abgewiesen. Doch mit digitalen Lösungen und rechtlicher Klarheit kannst du auch 2025 problemlos ein Geschäftskonto eröffnen – egal ob du digitaler Nomade, EU-Auswanderer oder Freelancer mit mobiler Lebensweise bist.

Wichtig ist: Du brauchst einen gültigen Ausweis, eine erreichbare Adresse und den Nachweis deiner Tätigkeit. Nutze moderne Anbieter wie N26, Qonto oder bunq – und sichere dir dein Konto innerhalb von Minuten.

Weitere Tipps, Bankvergleiche und Musterschreiben findest du auf konto-ohne-wohnsitz.de.


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