Ein Bankkonto ist heute essenziell – egal ob für Gehalt, Sozialleistungen oder Online-Zahlungen. Doch was tun, wenn du keinen festen Wohnsitz hast, nicht gemeldet bist oder als digitaler Nomade unterwegs bist? Die gute Nachricht: Es ist 2025 möglich, auch ohne Meldeadresse ein Konto im Ausland zu eröffnen – wenn du weißt, wie.
In diesem Artikel erfährst du, wie du ein Konto im Ausland eröffnen kannst, obwohl du keinen festen Wohnsitz hast, welche Länder und Anbieter das erlauben, und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind.
Warum ein Konto im Ausland ohne Wohnsitz?
Es gibt viele Gründe, warum Menschen ohne festen Wohnsitz ein Konto benötigen – oft sogar im Ausland:
- Du bist digitaler Nomade oder Vielreisender
- Du hast keinen Wohnsitz in Deutschland oder bist abgemeldet
- Du möchtest dein Konto nicht pfändbar machen
- Du lebst temporär im Ausland ohne feste Adresse
- Du wurdest in Deutschland von Banken abgelehnt
- Du brauchst ein Konto für internationale Zahlungen, z. B. in Euro oder USD
In all diesen Fällen kann ein Konto im Ausland eine sinnvolle, oft sogar notwendige Lösung sein.
Ist es legal, ein Konto im Ausland zu führen?
Ja. Als Privatperson ist es in der EU und weltweit vollkommen legal, ein oder mehrere ausländische Bankkonten zu führen – auch ohne Wohnsitz im jeweiligen Land. Du bist aber verpflichtet, deine Konten bei Bedarf steuerlich anzugeben (z. B. in Deutschland über Anlage KAP).
Wichtig: Ein Konto ohne Wohnsitz zu eröffnen ist nicht verboten – allerdings stellen viele Banken formale Anforderungen, wie z. B. einen Adressnachweis oder Identitätsnachweis. Hier helfen Fintechs, die auf digitale Kontoeröffnung ohne feste Meldeadresse spezialisiert sind.
Diese Anbieter ermöglichen Konten ohne Wohnsitz (Stand 2025)
✅ Wise (ehemals TransferWise)
- Multi-Währungs-Konto mit IBAN (BE, GB, DE)
- Kontoeröffnung ohne Wohnsitznachweis möglich
- Ideal für Freelancer, Nomaden, Expats
- Virtuelle Debitkarte inklusive
- Identitätsnachweis reicht aus
✅ Revolut
- Konto in mehreren Währungen
- Kontoeröffnung per App (EU, EWR, UK)
- Wohnsitznachweis oft nicht erforderlich, vor allem bei E-Mail-/KYC-Ident
- Schnelle Einrichtung mit Smartphone
- Für Privatpersonen und Selbstständige
✅ Monese (UK/LT)
- Konto für EU-Bürger ohne festen Wohnsitz
- Akzeptiert z. B. Hoteladressen, Obdachlosenanlaufstellen
- Online-Identifikation via App
- Europäische IBAN, Debitkarte und SEPA-fähig
✅ bunq (NL)
- Kontoeröffnung in wenigen Minuten
- Keine deutsche Meldeadresse notwendig
- Für EU-Bürger mit gültigem Ausweis
- Fokus auf mobiles Banking und Umweltfreundlichkeit
✅ N26 (DE/AT/FR/IT/ES)
- Konto mit deutscher IBAN
- Inzwischen strenger bei Adressnachweis, aber bei flexibler Adresse mit Erklärung möglich
- Video-Ident erforderlich
Voraussetzungen für die Kontoeröffnung
Auch wenn kein fester Wohnsitz erforderlich ist, musst du folgende Dinge nachweisen können:
- Identitätsnachweis
- Gültiger Reisepass oder Personalausweis
- Manchmal Selfie oder Video-Ident erforderlich
- Kontaktadresse (nicht zwingend Meldeadresse)
- Hotel, Hostel, Adresse von Freunden, Postadresse, Beratungsstelle
- Virtuelle Adressen (z. B. Mailbox oder Postweiterleitung) werden teilweise akzeptiert
- Erreichbarkeit per E-Mail und Mobilnummer
Je nach Anbieter ist der Ablauf komplett digital möglich – besonders bei Wise, Revolut und bunq.
Vorteile eines ausländischen Kontos ohne Wohnsitz
- ✅ Konto trotz Schufa-Eintrag oder Ablehnung in Deutschland
- ✅ Kein Wohnsitznachweis erforderlich
- ✅ Schnelle Kontoeröffnung per App (oft in wenigen Minuten)
- ✅ Multiwährungsfähig (z. B. EUR, USD, GBP)
- ✅ Ideal für Online-Zahlungen, PayPal, Freelancer und EU-Bürger ohne festen Wohnsitz
- ✅ Besserer Schutz vor Kontopfändung in Deutschland (rechtlich komplex, aber realistisch)
Nachteile & Risiken
- ❌ Kein Zugang zu deutschen Filialbanken (z. B. Bargeldeinzahlung)
- ❌ Höhere Gebühren bei manchen Anbietern
- ❌ Konto nur digital erreichbar – keine persönliche Betreuung
- ❌ Sprachbarriere bei ausländischem Kundensupport
- ❌ Keine direkte Verknüpfung mit deutschen Sozialleistungen oder Jobcenter
Konto im Ausland trotz Obdachlosigkeit oder Schulden?
Ja – das ist möglich. Besonders Menschen, die:
- in Deutschland abgemeldet sind
- Schulden oder Pfändungen haben
- kein Konto mehr bei einer deutschen Bank bekommen
… können mit einem Konto im Ausland wieder am Zahlungsverkehr teilnehmen. Wichtig ist nur: Du musst identifizierbar sein – eine Anschrift (z. B. Postadresse) hilft, ist aber nicht zwingend nötig.
Was tun, wenn Anbieter Ablehnung droht?
Wenn ein Anbieter dein Konto ablehnt oder später kündigt, versuche:
- Anbieter wechseln: Es gibt viele Alternativen!
- Neue Adresse verwenden (z. B. Beratungsstelle)
- Identität über einen anderen Weg nachweisen
- Konto bei mehreren Anbietern parallel eröffnen
Wichtig: Lass dich nicht entmutigen. Jeder EU-Bürger hat das Recht auf ein Konto – auch ohne festen Wohnsitz. Nicht jeder Anbieter ist verpflichtet, aber viele sind bereit.
Fazit: Auch ohne Wohnsitz ein Konto im Ausland möglich
Ein Konto im Ausland zu eröffnen – auch ohne festen Wohnsitz – ist 2025 einfacher denn je. Dank moderner Fintechs wie Wise, Revolut, Monese oder bunq kannst du in wenigen Minuten ein digitales Bankkonto mit IBAN und Karte eröffnen – oft ohne Meldeadresse, Bonitätsprüfung oder Papierkram.
Für viele Menschen ohne Wohnung, digitale Nomaden, Freelancer oder Verschuldete ist das eine echte Lösung, um finanziell wieder handlungsfähig zu werden.
Auf konto-ohne-wohnsitz.de findest du weitere Infos, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Anbieter-Vergleiche – damit du dein Konto bekommst, auch wenn du keinen festen Wohnsitz hast.
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