Konto ohne Meldeadresse eröffnen – Diese Möglichkeiten hast du (2025)

Ein Bankkonto gehört heute zur absoluten Grundausstattung – ob für Lohnzahlungen, Sozialleistungen, Onlinekäufe oder Mietzahlungen. Doch was ist, wenn du keine Meldeadresse hast? Viele Menschen in Deutschland stehen vor genau diesem Problem: Ob obdachlos, in einer Notunterkunft, als Geflüchteter, EU-Bürger ohne festen Wohnsitz oder als digitaler Nomade. Die gute Nachricht: Auch ohne Meldeadresse ist ein Girokonto in vielen Fällen möglich – wenn du weißt, wie. In diesem Artikel zeigen wir dir rechtssichere, praktikable und bankkonforme Lösungen, um 2025 ein Konto ohne Meldeadresse zu eröffnen.

Ist ein Konto ohne Meldeadresse überhaupt erlaubt?

Ja, grundsätzlich ja. Laut § 31 des Zahlungskontengesetzes (ZKG) hat jede Person mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU das Recht auf ein Basiskonto – auch ohne festen Wohnsitz. Banken dürfen die Kontoeröffnung nicht pauschal ablehnen, wenn jemand keine Meldeadresse angeben kann. Dennoch ist es in der Praxis oft schwierig, da viele Banken zusätzliche Dokumente fordern oder aus Unwissenheit ablehnen.

Wichtig: Es gibt Alternativen zur klassischen Meldeadresse, die Banken akzeptieren – du musst nur wissen, welche.

Diese Möglichkeiten hast du ohne Meldeadresse

1. Postfachadresse (nicht immer akzeptiert)

Einige Banken akzeptieren eine Postfachadresse zur Kontoeröffnung, sofern du dich zusätzlich über das PostIdent-Verfahren oder VideoIdent legitimierst. Wichtig ist, dass du über das Postfach regelmäßig erreichbar bist. Diese Option eignet sich besonders für Menschen, die keine Meldeadresse, aber einen stabilen Aufenthaltsort haben.

2. c/o-Adresse bei Angehörigen oder Freunden

Wenn du bei jemandem kurzfristig unterkommst, kannst du dessen Adresse als c/o-Adresse verwenden – z. B. „Max Mustermann, c/o Erika Musterfrau, Musterstraße 1“. Diese Möglichkeit wird von vielen Banken akzeptiert, da die Zustellbarkeit gewährleistet ist. Du solltest dir aber unbedingt die Zustimmung des Adressinhabers einholen.

3. Adresse über soziale Träger oder Beratungsstellen

Viele Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe bieten ihren Klient*innen die Möglichkeit, deren Adresse für Postempfang oder als Meldeadresse zu nutzen. Beispiele: – Caritas – Diakonie – AWO – Bahnhofsmission Diese Träger unterstützen oft auch aktiv bei der Kontoeröffnung. Besonders in Großstädten sind diese Adressen für Banken bekannt und werden akzeptiert.

4. Notunterkunft oder Übergangswohnheim

Auch Übergangswohnheime, Flüchtlingsunterkünfte oder kommunale Wohnangebote können als Adresse dienen – insbesondere bei der Beantragung eines Basiskontos nach ZKG. Hierbei genügt häufig eine Bescheinigung der Einrichtung, dass du dort untergebracht bist.

5. Konto für digitale Nomaden (mit Auslandsadresse)

Wenn du als digitaler Nomade im Ausland unterwegs bist und keine deutsche Adresse hast, kannst du dennoch ein deutsches Konto eröffnen – etwa bei N26 oder bunq. Diese Anbieter erlauben oft eine Adresse im EU-Ausland und die Identifizierung über VideoIdent. Achtung: Du solltest dich vorab über steuerliche Pflichten informieren.

Diese Banken kommen infrage (Stand 2025)

Nicht jede Bank erlaubt die Kontoeröffnung ohne Meldeadresse – aber einige sind besonders offen für flexible Wohnsituationen:

  • N26: Kontoeröffnung komplett online, auch mit ausländischer Adresse möglich, VideoIdent genügt.
  • Deutsche Bank (Basiskonto): Persönliche Kontoeröffnung möglich, auch bei fehlender Meldeadresse – auf Antrag.
  • Sparkassen & Volksbanken: Verpflichtet zur Kontoeröffnung bei Basiskonto-Antrag, Kooperation mit sozialen Trägern.
  • Tomorrow: Nachhaltige Onlinebank mit einfacher Kontoeröffnung – ideal für digital mobile Menschen.

Vorsicht bei: Commerzbank, ING, DKB – diese verlangen oft eine Meldebescheinigung oder lehnen ohne festen Wohnsitz ab.

Häufige Fehler vermeiden

  • Keine falschen Angaben zur Adresse machen – das kann zur Kontosperrung führen.
  • Nicht zu viele Banken gleichzeitig anfragen – jede Ablehnung kann deine Schufa belasten.
  • Ohne gültigen Ausweis geht nichts – auch ohne Meldeadresse musst du dich legitimieren.
  • Stelle bei Ablehnung einen schriftlichen Antrag auf ein Basiskonto nach ZKG.
  • Dokumentiere Ablehnungen und kontaktiere bei Bedarf die BaFin.

Tipps für die Kontoeröffnung ohne Adresse

  • Nutze Vorlagen für c/o-Adressen oder Bescheinigungen von sozialen Einrichtungen.
  • Setze auf Banken mit VideoIdent-Verfahren (z. B. N26, bunq).
  • Hole dir Unterstützung von Schuldnerberatung oder Sozialdiensten.
  • Wähle ein Konto mit Schufa, falls andere Optionen nicht funktionieren.
  • Nutze ein kostenloses Postfach über Träger, um Post zu erhalten.

Fazit: Konto trotz Wohnsitzlosigkeit – es ist möglich!

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